China – Streifzüge durch ein Weltreich

 

„Wer reist“, befand Tu Long, der vagabundierende Poet, „der tut es, um Augen und Ohren zu öffnen, und um Freude in seinem Herzen zu finden.“ Beflügelt von solchem Geist des 16. Jahrhunderts habe ich ausgedehnte Reisen durchs China des 21. Jahrhunderts unternommen. Sie haben mich von den Steppen Innerasiens bis ins Delta des Jangtsekiang geführt und von den verschneiten Höhen der Mandschurei bis in die zauberischen Felsenwelten Hunans. Und immer wieder auch auf Zeitreise durch die Geschichte dieses großen Reiches.

In einer Folge literarischer Reportagen erzähle ich, wie Dorfschullehrer Li Jia-hong eine neue Menschenaffenart entdeckte. Wie Seilläufer Saimaiti Aishan hoch über der Schlucht eine Entscheidung traf. Wie Datong seine Vergangenheit neu erfand und Schanghai seine Zukunft. Oder warum Ferdinand von Richthofen stets einen Bleistift um den Hals trug. Und wie Zhao Tao mit der uralten Kunst des Erzählens nicht nur ein ganzes Dorf in ihren Bann zog, sondern ihren künftigen Ehemann gleich mit.

 

Übersetzt von Zhu Liangliang, ist die chinesische Ausgabe Ende 2020 bei der Commercial Press erschienen, Chinas ältestem noch bestehenden Verlag. Sie enthält noch ein paar Geschichten mehr als die deutschsprachige, nämlich dreizehn. Eine für jeden Monat, und dazu den Prolog. 

Schon im Vorfeld haben einige Zeitungen größere Berichte über meine Arbeit gebracht, etwa China Daily und die Global Times, dazu die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

 

Im August 2019 war ich auch beim Deutschlandfunk eingeladen, als Studiogast im Sonntagsspaziergang. Musik durfte ich auch noch mitbringen, so daß es, wie man hier hören kann, ein kurzweiliger China-Schwerpunkt wurde:

©  Till Bartels

Stefan Schomann, China - Streifzüge durch ein Weltreich

Picus-Verlag, Wien, 2017
132 Seiten, gebunden, 11 x 20,5 cm
ISBN 978-3-7117-1081-9
15 €

 

 

Ein paar persönliche Chinoiserien finden Sie auch in der Galerie.


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©  Martin Müller